Da dacht ich doch glatt: Jetzt hast es, und so naheliegend: Du findest Dein Seelenheil im Buddhismus.
Mal keine verstaubte Priester Religion, sondern eine mehrtausend Jahre bewaehrte Philosophie.
Mit anstaendigen Regeln und Anleitungen. Uneigennuetzig. Gut fuer die Gesellschaft.
Jetzt aber welche Richtung einschlagen, gibt ja so viele.
Doch interessant, die Entscheidung scheint eher formaler als spiritueller Natur zu sein. Die einen glauben an die Schriften, die anderen auch an andere – fuer Christen ist das nichts neues.
Auch dass Hauptteile der Schriften von den Juengern verfasst wurden.
Das war schon bei der Clique des Nazzareners faszinierend: Da kommt und geht so ein Typ umher gelaufen mit nichts als einem grossen Herzen, findet immer wieder seine zurueckgelassenen Jungs, die aus allen Ecken des Landes kommen, vom Chef genoetigt ohne Geld oder Besitz zu ueberleben.
Fischer, Arbeiter … und dieser Bodensatz der Bildung, der vom Messias angewiesen nicht einmal eine Tasche besitzen darf, schreibt jetzt haargenau, aufs Wort auf was der Haueptling so immer von sich gibt und schleppt das dann jahrelang auf Tontafeln heimatlos umher damit 100e Jahre spaeter einer ein Buch draus machen kann.
Da sagt sicher der eine oder andere, dass man sich das auch als Gruppe gemerkt haben kann… Dann sag ich, die waren doch alle einem guten Tropfen nicht abgeneigt. Versuch doch mal einen Tag nach deiner naechsten party mit deinen Jungs zu klaeren welche Worte der Messias gesprochen hat.
Wenn ich da an Meine Runde denke sind 2 immer noch auf tour, einer ist mit den Zwillingen noch im Bett, und die anderen haben entweder einen Kater vom anderen Stern oder bruellende Kinder um sich und gerade gar keine Zeit…
Jetzt sind die Inder wohl weniger am saufen gewesen, doch hatte von den wenigen Gegenstaenden die ein Moench besitzen darf wohl keiner das neue Samsung in der wasserdichten Otterbox mit Powerbank dabei, um wie ein echter Trump jede hochgeistige Erkenntnis mit allen zu teilen die es lieber so gar nicht wissen wollten.
Wann? Vorerst angenommen, zwischen -563 und -483. Aktueller Forschungen denken aber eher bis – 411, klassiche bis -949.
Wenn schon nicht das genaue Lebens-Jahrhundert feststeht, so dennoch dass der Dicke ein realer Mensch gewesen ist und alles komplett wahr ist. Bis auf den letzten Buchstaben der Aussagen.
Das bezeugen auch die ersten Schueler, welche sich das damals auch gemerkt haben (Ja, klingt schon wider bekannt). Und sich 100 Jahre (DAS ist wieder ein genauer Zeitpunkt) nach Gautamas Ableben zu Konzilen getroffen haben, um alles haargenau zusammenzutragen.
Vor allem die Lotus Sutra, die Dinge sagt wie –
das war gar nicht der erste Buddha, es gab schon unendlich mehr davor, aber nur diesen jetzigen Worten werden wir nun folgen,
baut mir Hauser und Tempel,
wenn ihr nicht genauestens folgt, dann kommt ihr in die Hoelle,
etc.
Und nun, wer legt fest was richtig ist und was nicht? Jawohl. Die Schueler, oder besser gesagt Lehrer.
Einst und bis jetzt.
Aber da muss doch jemand was tun…
Was ist denn mit den Leitfiguren?
Wie heisst dieser wahnsinnig sympathische Typ mit dem SS Nazifreund? Ja genau … der Dalai Lama. Der leuchtet doch vor lauter Gut, was klar ist, weil offiziell auch eine Reinkarnation.
Aber vor allem weltlicher Herrscher von Tibet. Mehr Kim Jong als Ueli Maurer weil mehr Schicksal als Wahlurne.
Also sollte der eher mit Putin oder seinem Verteidigungsminister an einem Tisch sitzen, als Fotots von Tempeleinweihungen zu veroeffentlichen.
Dann lernen wir auch was ganz wichtiges. Budda kam aus Indien, aber seit 1200 finden seine Reinkarnationen ausschliesslich in Tibet statt. 14 Mal.
Die leitenden tibetanischen Moenche die dies so festlegen sind sich da ganz sicher. Hat aber kein Auslaender was bei zu sagen.
Vor allem nicht die Laender, die mehr Glaeubige haben.
Was sich auch in den Fachbegriffen festsetzt.
Ich dachte ja immer dass die heiligen Worte in einer alten, magischen Sprache gesprochen werden muessen, weil die Schwingungeneine besondere Wirkung mitbringen.
Derweil sind viele der Woerter schon nicht mehr traditionelles Sanskript, sondern wahlweise Japanisch, Chinesisch oder eben Tibetanisch. Die wiederum muessen dann aber auch so kryptisch bleiben, eine Uebersetzung in uns verstaendliche Sprachen ist undenkbar und waere ein Frevel.
Wenn ich mich recht erinnere gabs bei uns auch total echte Buecher die eigentlich in aramaeisch sein sollten, aber doch nur in griechisch vorliegen und in Latein gelesen werden…
Gelernt habe ich dass z.B. Musik verboten ist. Es sei denn es ist buddhistische.
Auch sonstige Kunst ist schlecht. Ausser natuerlich buddhistische…
Als Philosophie hat das Ganze maechtiges Potential.
Als Lebens Anleitung sollte man es bedacht in den Alltag einbinden.
Als Religion sehe ich leider keinen Unterschied zu den anderen.
Koennte man diese 3 Dinge trennen, wuerde ich sofort uebertreten.
Kann man aber nicht.
Also wird die Suche weitergehen.
Um einen alten Freund von mir zu zitieren: Die Botschaft hör’ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube